Foto: Stockbild
Text: Bianca Cortese
Jährlich erkranken in Mitteleuropa rund 180 Kinder pro Million. Zwar überleben dank der modernen Medizin heute glücklicherweise vier von fünf, doch viele kämpfen auch Jahre nach der Therapie noch mit den Spätfolgen.
Zum Zeitungsbericht: https://www.vaterland.li/liechtenstein/gesellschaft/unterstuetzung-fuer-krebskranke-kinder-art-747741
Die unsichtbare Not der Familien
Viele Menschen gehen davon aus, dass Krankenkassen bei einer Krebsdiagnose sämtliche Kosten übernehmen. «Doch das stimmt nur bedingt», sagt Fabienne Lemaire, Kommunikationsverantwortliche der Stiftung. «Wenn ein Kind über viele Monate behandelt werden muss, reduzieren oder kündigen viele Eltern ihre Erwerbstätigkeit, um die Betreuung zu übernehmen. Das belastet sie nicht nur emotional, sondern bringt sie oft auch in finanzielle Not.» Die Folgen einer Krebserkrankung betreffen die ganze Familie. «Es leiden nicht nur die Kinder, sondern auch Geschwister, Grosseltern und Eltern», sagt Lemaire, die seit Anfang 2025 für die CCF tätig ist.
Die Stiftung stellt die Weichen für die Zukunft
Nach mehr als 25 Jahren Tätigkeit stellte sich der Stiftungsrat die Frage, wie die Mission langfristig gesichert werden kann. Um Transparenz und Vertrauen zu stärken, trat die CCF als assoziierte Partnerin der Vereinigung liechtensteinischer gemeinnütziger Stiftungen und Trusts bei. Gleichzeitig wurden Werte, Mission und Vision überarbeitet. Ziel dieser Weiterentwicklung ist es, betroffene Familien auch künftig schnell und verlässlich unterstützen zu können. Zudem modernisierte die CCF im vergangenen Jahr ihren öffentlichen Auftritt mit einer neuen Website und einem neuen Logo. Ein digitales Antragsformular ermöglicht Sozialdiensten nun eine schnellere und datenschutzkonforme Bearbeitung von Hilfsgesuchen.
Unsere Hilfe kommt dadurch dort an, wo sie gebraucht wird – schnell und unbürokratisch», erklärt Fabienne Lemaire. 2025 zahlte die Stiftung in der Schweiz und Liechtenstein rund 96 500 Franken Direkthilfe an betroffene Familien aus. Zudem unterstützt sie langfristige Projekte wie die «Arche-Ferien» sowie das Bewegungsprogramm «KiKli Fit» der Kinderklinik Bern jährlich mit 35 000 Franken.
Sport, Musik und gelebtes Engagement
Die Stiftung finanziert ihre Arbeit durch Spenden und Charity-Projekte. Ein zentraler Pfeiler ist die Initiative «Golfen mit Herz», die 2004 von der CCF ins Leben gerufen wurde und heute in mehreren Ländern etabliert ist. Ehrenamtliche Teams und Golfclubs organisieren dafür lokale Turniere. 2025 unterstützte die CCF die «Golfen mit Herz»-Vereine zusätzlich mit rund 88 000 Franken.
Ein weiterer Höhepunkt des Berichtsjahres war die White Charity Party im August 2025 im Esswerk in Eschen. Rund 300 weiss gekleidete Gäste spendeten dabei 36 000 Franken. Mit jedem verkauften Ticket wird konkrete Hilfe für Familien finanziert. Spenden und das Engagement zahlreicher Freiwilliger bilden die Grundlage der Stiftungsarbeit. «Gemeinsam können wir viel erreichen. Neben finanzieller Unterstützung geben wir Betroffenen Hoffnung und das Gefühl, nicht allein zu sein.»
White Night 2026: Ein Zeichen für die Hoffnung
Nach dem Erfolg der letztjährigen Veranstaltung richtet die Stiftung den Blick auf die nächste White Charity Party am 22. August 2026. Auch dieses Jahr hofft die CCF auf ein ausverkauftes Haus. Im Mittelpunkt wird zudem die Vorstellung des neuen Projekts «Léman hope» stehen. Die 2011 von Esteban Garcia gegründete Stiftung unterstützt junge Menschen nach einer überstandenen Krebserkrankung mit Bildungs- und Kinderschutzprojekten. Segeln und gemeinsame Abenteuer dienen dabei als therapeutische Instrumente, um Vertrauen zu stärken und den Weg zurück in den Alltag zu erleichtern. Die CCF Children Cancer Foundation freut sich auf viele Menschen, die an diesem Abend ein Zeichen der Hoffnung in Weiss setzen.
Jetzt Ticket sichern: https://eventfrog.ch/en/p/eating-drinking/white-charity-party-2026-7454559512046897034.html





